Über die Autoren

Stefan Evertz
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Digital Marketing M.Sc.
Marketing Experte & Geschäftsführer der Frame for Business GmbH
Dennis Morgenstern
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Wirtschaftsjurist LL.M.
Stefan Evertz M.Sc.
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Dennis Morgenstern LL.M.
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH

 

Google Maps ist der meist genutzte Anbieter von Online-Kartenmaterial. Viele Betreiber von Websites und Online-Shops nutzen den Dienst, ohne zu wissen, dass Sie hierfür abgemahnt werden können.

Problematisch ist bei Google Maps vor allem die Übermittlung von Daten in die USA, die mit der Nutzung von Google Maps einhergeht weitere Details zu den rechtlichen Hintergründen finden Sie über den folgenden Link: EuGH-Urteil vom 16.07.2020 – Az.  C‑311/18 „Schrems II“.

Grundsätzlich empfehlen wir, eine Selbsthosting-Variante von einem Open-Source-Anbieter wie OpenStreetMaps zu verwenden. Da dies für einige Websitebetreiber jedoch auf Grund einer gewissen Komplexität nicht in Frage kommt, stellen wir Ihnen nachfolgend eine Methode vor, wie Sie Google Maps innerhalb von WordPress-Seiten weiterhin nutzen können. Wir zeigen Ihnen, die aus unserer Sicht rechtssicherste Methode. Bitte beachten Sie jedoch, dass zu diesem Vorgehen noch keine Rechtsprechung vorliegt.

Hierzu nutzen wur das Consent-Tool Borlabs. Das Vorgehen kann selbstverständlich auch auf andere Consent-Tools (sofern eine derartige Funktion vorhanden ist) übertragen werden.

1. Google Maps in WordPress einbinden

Sie haben zum einen die Möglichkeit Google Maps mit einem iFrame einzubinden (wobei dies nur für den privaten Gebrauch geeignet ist) sowie mittels einer Google Maps API. Auf der Seite für Unternehmenskunden wird nur die Einbindung via API angeboten.

2. Google Maps mit Borlabs blockieren

Im Backend Ihrer WordPress-Seite muss innerhalb des Tools Borlabs unter dem Menüpunkt „Content Blocker“ der Punkt „Google Maps“ aktiviert sein:

Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

3. Freiwillige und aktive Einwilligung

Die Nutzer müssen aktiv in die Datenübertragung in die USA einwilligen, d.h. die Zustimmung darf nicht unterstellt und ohne Zutun des Nutzers voreingestellt sein (keine vorausgewählte Häkchen). Freiwillig ist die Einwilligung nur, wenn die betroffene Person freie Wahlmöglichkeiten hat. Sie muss eine Einwilligung auch verweigern können, ohne dadurch Nachteile zu erleiden. Die Standard-Einstellungen von Borlabs sind hier nicht ausreichend.

1. Schritt:
Klicken Sie innerhalb dem Menüpunkt „Content Blocker“ auf das Bearbeitungssymbol unter dem Punkt Google Maps:

2. Schritt:
Achten Sie darauf, dass unter der Punkt „Alle entsperren“ innerhalb den zusätzlichen Einstellungen auf „AUS“ steht:

3. Schritt:
Wir empfehlen die Standard-Einstellung des bockierten Inhaltes (Overlay-Text) wie folgt zu ändern:
4. Schritt:
Das Ergebnis sollte nun wie folgt auf der Website aussehen:

4. Gestaltungsmöglichkeiten der Einwilligung

Nun sind wir es durch die Cookie-Thematik gewöhnt, dass die Einwilligungen über Pop-Ups eingeholt werden, die bei dem Erstbesuch der Website erscheinen. Mit diesem Vorgehen können Sie selbstveratändlich auch die Einwilligung in die Datenübertragung in ein unsicheres Drittland bzgl. Google Maps einholen. Setzen Sie nur essenzielle Cookies auf der Website und benötigen keine Einwilligung bzgl. anderer Dienste, könnte die Einwilligung auch als Pop-Up wie folgt gestaltet werden:

Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass, sofern der Nutzer einwilligt, alle Maps direkt „normal“ ohne Overlay-Text erscheinen. Lehnt er dies ab, erscheinen die Maps mit Overlay-Text und der Nutzer kann immer noch einwilligen, will er eine bestimmte Karte laden.

In der Praxis eignet sich die Lösung mit Overlay-Text für alle Website-Betreiber die kein Pop-Up wollen oder wenn das Pop-Up bereits auf Grund der Nutzung anderer einwilligungsbedürftiger Dienste (z.B. Google Analyics) bereits „voll gepackt ist“.

Unterstützung oder Fragen?

Gerne helfen wir Ihnen dabei Google Maps sowie die weiteren Tools und Plug-Ins Ihrer Website oder Ihres Online-Shops, rechtssicher zu gestalten.

Kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail an info@frame-for-business.de und wir besprechen Ihre Herausforderungen in einem völlig unverbindlichen und für Sie kostenfreien Video-Call.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.