Über die Autoren

Stefan Evertz
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Digital Marketing M.Sc.
Marketing Experte & Geschäftsführer der Frame for Business GmbH
Dennis Morgenstern
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Wirtschaftsjurist LL.M.
Stefan Evertz M.Sc.
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Dennis Morgenstern LL.M.
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH

 

YouTube ist die wohl bekannteste Video-Plattform weltweit. Daher handelt es sich bei dem meisten Videos, die auf Websites eingebunden sind auch um YouTube-Videos. YouTube gehört zum „Google-Imperium“.

Da bei der Einbettung von YouTube-Videos Daten in die USA übermittelt werden, wurde die Nutzung durch das EuGH-Urteil vom 16.07.2020 – Az.  C‑311/18 „Schrems II“, datenschutzrechtlich sehr komplex.

Grundsätzlich empfehlen wir, wenn möglich die Videos selbst zu hosten. Bei mehreren Videos kann dies jedoch schnell zu Perfomance-Verlusten führen. Diese lassen sich zwar in Teilen durch Caching-Plug-Ins wie WP Rocket auffangen, doch  negative Ausirkungen auf den Page-Speed der Website bleiben bestehen.

Da viele Website-Betreiber auf die Einbettung von YouTube-Videos angewiesen sind, haben wir lange zum Thema recherchiert und unterschiedliche Verfahren getestet. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, die aus unserer Sicht rechtssicherste Methode. Bitte beachten Sie jedoch, dass zu diesem Vorgehen noch keine Rechtsprechung vorliegt.

Für die Einbettung der YouTube-Videos nutzen wir das Consent-Tool Borlabs. Das Vorgehen kann selbstverständlich auch auf andere Consent-Tools (sofern eine derartige Funktion vorhanden ist) übertragen werden.

1. Einbettung des Videos im erweiterten Datenschutzmodus

Zunächst ist es wichtig, dass Sie das YouTube-Video im sogenannten „erweiterten Datenschutzmodus“ auf der Website einbetten. Das hat unter anderem den datenschutzrechtlichen Vorteil, dass keine Cookies gesetzt werden. Um ein Videos im erweiterten Datenschutzmodus einzubinden, rufen Sie zunächst das Video auf YouTube auf, welches Sie auf Ihrer Website integrieren möchte und klicken Sie auf den Button „Teilen“:

Klicken Sie dann auf den Button „Einbetten“:

Setzen Sie nun im sich öffnenden Fenster bei dem Punkt „Erweiterten Datenschutzmodus aktivieren“ ein Häkchen und klicken Sie anschließend auf „Kopieren“ um den Einbettungscode zu kopieren:

Fügen Sie das Video nun auf Ihrer Website ein:

2. Inhalt mit Borlabs blockieren

Im Backend Ihrer WordPress-Seite muss innerhalb des Tools Borlabs unter dem Menüpunkt „Content Blocker“ der Punkt „YouTube“ aktiviert sein:

Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

3. Freiwillige und aktive Einwilligung

Die Nutzer müssen aktiv in die Datenübertragung in die USA einwilligen, d.h. die Zustimmung darf nicht unterstellt und ohne Zutun des Nutzers voreingestellt sein (keine vorausgewählte Häkchen). Freiwillig ist die Einwilligung nur, wenn die betroffene Person freie Wahlmöglichkeiten hat. Sie muss eine Einwilligung auch verweigern können, ohne dadurch Nachteile zu erleiden. Die Standard-Einstellungen von Borlabs sind hier nicht ausreichend.

1. Schritt:
Klicken Sie innerhalb dem Menüpunkt „Conten Blocker“ auf das Bearbeitungssymbol unter dem Punkt YouTube:

2. Schritt:
Achten Sie darauf, dass die Punkte „Thumbnails lokal speichern“ sowie „URL in youtube-nocookie.com ändern“ aktiviert sind. Die lokale Speicherung des Thumbnails hat rein optische Gründe. Die automatische Änderung der URL hat den Hintergrund, dass stets der erweiterte Datenschutzmodus aktiviert werden, auch wenn Sie das Video normal einbetten. Wir empfehlen dennoch stets eine Einbindung im erweiterten Datenschutzmodus (wie in Ziffer 1 beschrieben) vorzunehmen, damit Sie auch dann auf der „sicheren Seite“ sind, wenn Sie Borlabs von der Website entfernen.
3. Schritt:
Wir empfehlen die Standard-Einstellung des bockierten Inhaltes (Overlay-Text) wie folgt zu ändern:
4. Schritt:
Das Ergebnis sollte nun wie folgt auf der Website aussehen:

4. Gestaltungsmöglichkeiten der Einwilligung

Nun sind wir es durch die Cookie-Thematik gewöhnt, dass die Einwilligungen über Pop-Ups eingeholt werden, die bei dem Erstbesuch der Website erscheinen. Mit diesem Vorgehen könnne Sie selbstveratändlich auch die Einwilligung in die Datenübertragung in ein unsicheres Drittland bzgl. YouTube einholen. Setzen Sie nur essenzielle Cookies auf der Website und benötigen keine Einwilligung bzgl. anderer Dienste, könnte die Einwilligung auch als Pop-Up wie folgt gestaltet werden:

Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass, sofern der Nutzer einwilligt, alle YouTube-Videos direkt „normal“ ohne Overlay-Text erscheinen. Lehnt er dies ab, erscheinen die Videos mit Overlay-Text und der Nutzer kann immer noch einwilligen, will er ein bestimmtes Video ansehen.

In der Praxis eignet sich die Lösung mit Overlay-Text für alle Website-Betreiber die kein Pop-Up wollen oder wenn das Pop-Up bereits auf Grund der Nutzung anderer einwilligungsbedürftiger Dienste (z.B. Google Analyics) bereits „voll gepackt ist“.