Über die Autoren

Stefan Evertz
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Digital Marketing M.Sc.

Dennis Morgenstern
Geschäftsführer
Frame for Business GmbH
Wirtschaftsjurist LL.M.

Stefan Evertz
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Digital Marketing M.Sc.
Dennis Morgenstern
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Wirtschaftsjurist LL.M.

 

Das Bereitstellen von Kartenmaterial auf Websites gehört heute zum Standard.

Hierbei gibt es jedoch spätestens seit Einführung der DSGVO einige datenschutzrechtliche Anforderungen zu beachten.

Bei rechtlichen Verstößen kann es mitunter sehr teuer für Websitebetreiber werden.

Wir stellen Ihnen nachfolgend die rechtlichen sowie zum Teil auch wirtschaftlichen Risiken vor und erläutern Ihnen, warum der deutsche Anbieter mapz.com unsere klare Empfehlung darstellt.

Google Maps – der Klassiker

Die am meisten genutzte Lösung ist wohl der Kartendienst des US-Unternehmens Google.

Die erste Herausforderung beginnt bei der Einbindung. Nutzen Sie ein iFrame zum Implementieren der Karte haben Sie bereits den ersten Fehler gemacht, da eine kommerzielle Nutzung ausschließlich über die Google API erlaubt ist.

Zudem denken viele Nutzer, dass Google Maps kostenfrei ist. Hierbei handelt es sich um eine Fehlinformation. Es gibt bei Google Maps bestimmte Schwellenwerte (weitere Informationen finden Sie hier), werden diese überschritten fallen Kosten an.

Ziffer 2.2. der Google Maps Platform Terms of Services:

Online Billing. At the end of the applicable Fee Accrual Period, Google will issue an electronic bill to Customer for all charges accrued above the Fee Threshold based on Customer’s use of the Services during the previous Fee Accrual Period.

Online-Abrechnung. Am Ende des jeweiligen Gebührenanfallzeitraums stellt Google dem Kunden eine elektronische Rechnung für alle über dem Gebührenschwellenwert aufgelaufenen Gebühren aus, die auf der Nutzung der Services durch den Kunden während des vorherigen Gebührenanfallzeitraums basieren.

Einige Website-Betreiber glauben, dass ein einfacher Screenshot einer Google Maps Karte das Problem löst. Weit gefehlt! Selbstverständlich hat das Angebot von Google Maps ebenso Urheberrechtsschutz wie sonstige Werke Dritter, sodass die Verwendung (z.B. durch einen Screenshot) stets der Einräumung entsprechender Nutzungsrechte durch den Rechteinhaber, in dem Fall von Google, bedarf. Ohne entsprechende Einwilligung, ist die Nutzung rechtswidrig und abmahnfähig.

Hinzukommt das Thema Datenschutz.
Problematisch ist das bei Einbindung von Google Maps eine Übermittlung von Daten in die USA erfolgt. Dies ist jedoch seit dem EuGH-Urteil vom 16.07.2020 – Az.  C‑311/18 „Schrems II“ nicht mehr ohne weiteres möglich. Die Nutzer müssen in die Datenübertragung in die USA und somit in ein aus datenschutzrechtlicher Sicht „unsicheres Drittland“ aktiv einwilligen, d.h. die Zustimmung darf nicht unterstellt und ohne Zutun des Nutzers voreingestellt sein (keine vorausgewählten Häkchen).

Freiwillig bedeutet, dass die betroffene Person eine freie Wahlmöglichkeit hat und somit eine Einwilligung auch verweigern kann, ohne dadurch Nachteile zu erleiden.

Wenn Sie dies korrekt umsetzen, kann es somit sein, dass der Nutzer keine Einwilligung erteilt und somit die Karte überhaupt nicht nutzen kann. Wenn Sie dies nicht korrekt umsetzen, haben Sie das nächste rechtliche Problem, und somit ein Abmahn- bzw. Bußgeldrisiko.

Bing

Selbstverständlich gibt es auch noch den Kartendienst „Bing“ des US-Konzerns Microsoft.

Bing selbst stellt ein Tool zur Verfügung mit dem man eine Karte generieren und als IFrame auf der Website einbinden kann. Datenschutzrechtlich bewegen wir uns hier im gleichen Fahrwasser wie bei Google Maps.

Zudem sind die entsprechenden Lizenzbedingungen der BING MAPS zu beachten.

OpenStreetMap

Eine bessere Lösung bietet die Open-Source-Lösung OpenStreetMap, aber auch nur wenn man eine Selbsthosting-Variante des Dienstes nutzt. Das dürfte für die meisten Anwender zu aufwendig sein.

Bei einer gewerblichen Nutzung der spendenfinanzierten Server von OpenStreetMap (von der wir ausdrücklich abraten), ist aus datenschutzrechtlicher Sicht zu beachten, dass die Server zum Teil auch in England stehen und somit außerhalb der EU (jedoch gibt es mittlerweile einen Angemessenheitsbeschluss der EU, sodass dies kein Problem darstellt).

Problematischer ist, dass auch Caches in außereuropäischen Ländern zum Einsatz kommen können, wenn die Karte von anderen Kontinenten aus abgerufen wird.

mapz.com – datenschutzkonforme Google Maps Alternative

Wir haben lange nach einer rechtssicheren und DSGVO-konformen Alternative zu Google Maps gesucht. Unsere klare Empfehlung ist der Dienst mapz.com der Kober-Kümmerly+Frey Media AG aus Köln und dies hat gleich mehrere Gründe.

Es handelt sich hierbei um einen DSGVO-konformen und komplett in Deutschland gehosteten Dienst. Es gibt keinen Datenaustausch in die USA. Dies bietet Websitebetreibern den Mehrwert, dass keinerlei Einwilligung der Website-Nutzer notwendig ist, um die Karte laden zu dürfen.

Auch grafisch wird dem Nutzer einiges geboten, so kann man verschiedene Designs auswählen und die Karte individuell an den Style der Website anpassen.

Preislich kann man eine interaktive Karte ab 19,95 € im Monat einbinden. Daneben bietet mapz.com auch eine kostenfreie Variante in der Form an, dass man die Karte als Bild in verschiedenen Formaten auf der Website einbinden kann, was für viele Website-Betreibern unter Umständen schon ausreichend ist.

Unterstützung oder Fragen?

Gerne helfen wir Ihnen dabei, abmahnsicher Kartenmaterial auf Ihrer Website zu nutzen.

Kontaktieren Sie uns einfach über das Kontaktformular oder per E-Mail an info@frame-for-business.de.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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